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Heizungstausch: Sechs Schritte zur neuen Heizung in Berlin

Eine neue Heizung online bestellen und selbst einbauen? Keine gute Idee. Gehen Sie den Heizungstausch lieber Schritt für Schritt an – mit der Hilfe von Profis. So finden Sie eine Lösung, die perfekt zu Ihrem Gebäude in Berlin und allen Bewohner*innen passt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • unabhängige Energieberatung für genau passende Heizung
  • verschiedene Zuschüsse kombinieren (zum Beispiel: BAFA und Berlin)
  • Tipps für die Auswahl von Handwerker*innen und Angeboten beachten
  • vor und nach Installation genaue Absprachen mit Handwerker*in treffen
  • Sparpotenzial voll ausschöpfen – mit Erfolgskontrolle und Optimierung

Der Weg zur neuen Heizung ist mal kürzer und mal länger. Geht die Heizung kaputt, muss es meist ganz schnell gehen. Dann bleibt keine Zeit für eine unabhängige Beratung zum Heizungstausch. Je älter die Heizung ist, desto höher ist das Risiko – für einen plötzlichen Ausfall und eine nicht optimale Lösung mit dem/der erstbesten Handwerker*in.

Hat Ihre Heizung schon 15 Jahre oder mehr auf dem Buckel, sollten Sie sich frühzeitig Gedanken über einen Heizungstausch machen. Sechs Schritte empfehlen wir für einen stolperfreien Weg zu einer neuen Heizung. Studien und Erfahrungen zeigen: Es lohnt sich. Denn beim Heizungstausch sind einige Dinge zu beachten.

Heizungstausch beim Hauskauf?

Sie planen einen Hauskauf? Dann müssen Sie auch einen Heizungstausch prüfen. Denn je nach Alter der Heizung kann eine Pflicht für den Heizungstausch gelten. Die greift bei Heizungen, die 30 Jahre oder älter sind. Planen Sie weitere Maßnahmen nach dem Hauskauf, lassen Sie am besten zuerst einen Sanierungsfahrplan erstellen.

Heizungstausch bei Sanierung oder Modernisierung?

Sie wollen ein Haus sanieren oder modernisieren? Dann sollten Sie auch einen Heizungstausch prüfen. Oft lassen sich andere Maßnahmen mit Arbeiten an der Heizanlage verbinden, um so Kosten zu sparen und bessere Ergebnisse zu erzielen. Wichtig ist dabei vor allem der richtige Zeitpunkt für den Heizungstausch. Dämmen sollten Sie zum Beispiel vorher. Deswegen ist ein Sanierungsfahrplan empfehlenswert.

 

 

1. Selbst informieren

Als ersten Schritt zum Heizungstausch sollten Sie sich selbst darüber informieren. So können Sie auch eine gute Grundlage für die weiteren Schritte schaffen.

  • Prüfen Sie zunächst Ihr persönliches Sparpotenzial, zum Beispiel mit dem Heizkostenrechner von co2online. Das dauert nur wenige Minuten – und Sie brauchen dazu nur Ihre letzte Heizkostenabrechnung.
  • Gehen Sie ins Detail: Finden Sie heraus, welche unterschiedlichen Heizsysteme für Ihr Gebäude infrage kommen. Auch dafür gibt es kostenlose Online-Rechner wie den ModernisierungsCheck.
  • Fragen Sie andere Eigentümer*innen nach ihren Erfahrungen mit dem Heizungstausch – und auch nach Empfehlungen für Handwerker*innen und Energieberater*innen aus Berlin und Umgebung.

2. Beraten lassen

  • Sammeln Sie weitere Daten für eine persönliche Beratung zum Heizungstausch: vor allem möglichst viele Heizkostenabrechnungen und Zählerstände. Diese Daten können Sie auch online oder per App speichern. Pläne zu Heizung und Gebäude sind für eine Beratung ebenfalls hilfreich.
  • Nutzen Sie Angebote zur Vor-Ort-Beratung: Sie verschaffen sich einen ersten Überblick? Dafür bietet die Verbraucherzentrale Energieberatung günstige Lösungen, auch in Berlin. Sie wollen schon konkreter werden? Dann engagieren Sie eine/n Energieberater*in.
  • Achten Sie auf eine unabhängige Energieberatung. Handwerker*innen bieten das oft ebenfalls an. Viele haben sich jedoch auf einzelne Hersteller oder Heizsysteme spezialisiert und schließen andere aus. Lassen Sie auf jeden Fall auch die Optionen Solarthermie und Photovoltaik prüfen.
  • Ein/e Energieberater*in kann auch gleich einen Sanierungsfahrplan erstellen. Dabei werden neben dem Heizungstausch weitere Maßnahmen für mehr Effizienz geprüft. Dafür gibt es ebenfalls Fördermittel – und in Berlin noch einen Bonus.

3. Finanzierung klären

Stehen die ungefähren Kosten fest, sollten Sie Möglichkeiten fürs Finanzieren des Heizungstauschs prüfen:

  • Für bis zu 45 Prozent der Kosten gibt es einen BAFA-Zuschuss.
  • Zusätzlich gibt es in Berlin bis zu 4.500 Euro Heiztausch-Plus-Zuschuss.
  • Den Rest können Sie zum Beispiel mit einem vergünstigten Kredit finanzieren.

Je nach Kommune oder Energieversorger sind weitere Fördermittel zu haben. Einen Überblick für Ihre Region bieten Online-Datenbanken wie der FördermittelCheck von co2online. Auch bei Fragen der Finanzierung hilft Ihnen ein/e Energieberater*in.

4. Handwerker*in finden

Passende Handwerker*innen zu finden, ist besonders in Berlin nicht einfach. Vor allem freie Termine in naher Zukunft sind selten. Um das volle Sparpotenzial zu nutzen, sollten Sie dennoch auf folgende Punkte achten. Ein/e gute/r Handwerker*in …

  • … besichtigt Ihr Haus, ehe er/sie ein Angebot für den Heizungstausch erstellt.
  • … kann die Wirtschaftlichkeit der neuen Heizung berechnen.
  • … berät Sie auch zu Fördermitteln.
  • … kommt aus Ihrer Region, ist also bei Problemen schnell vor Ort.
  • … hat Referenzen wie absolvierte Schulungen und Projekte vorzuweisen.
  • … wird Ihnen von anderen persönlich empfohlen.

Für die Suche können Sie Datenbanken nutzen, wie zum Beispiel „Rat und Tat“.

Holen Sie mindestens drei Angebote für den Heizungstausch ein. Fragen Sie also mindestens drei verschiedene Handwerker*innen beziehungsweise Betriebe. Fordern Sie ein ausführliches Angebot an – mit allen Komponenten, Wärmemengenzählern und Kleinteilen sowie hydraulischem Abgleich und Angaben zu Fahrtkosten.

5. Heizung tauschen lassen

Je nach Art der neuen Heizung sind unterschiedliche Dinge beim Heizungstausch selbst zu beachten. Besprechen Sie mit dem/der Handwerker*in, was Sie für die Installation vorbereiten sollten. Binden Sie am besten auch hier eine/n Energieberater*in ein, die/der die Installation begleiten und prüfen kann. Nutzen Sie für die vorherigen Absprachen die folgende Checkliste:

  • Wo genau wird die neue Heizung aufgestellt?
  • Wo muss Baufreiheit geschaffen werden?
  • Müssen neue Leitungen verlegt werden? Wenn ja, wo?
  • Sind Durchbrüche nötig? Wenn ja, wo?
  • Wie lange wird die Heizung nicht funktionieren? Müssen Heizlüfter besorgt werden?
  • Wo können Bauteile zwischenlagern, wenn sie vorab geliefert werden?

Nach der Installation sollten Sie weitere Punkte gemeinsam mit dem/der Handwerker*in durchgehen:

  • Wie lässt sich die neue Heizung regeln?
  • Wie werden Nachtabsenkung und Wassertemperatur eingestellt?
  • Ist der hydraulische Abgleich erledigt und dokumentiert?

Heizungstausch: Dauer der Installation

Ein Heizungstausch dauert meist ein bis zwei Tage. Bei einer Kombination mit Solarthermie und/oder Photovoltaik ist häufig etwas mehr Zeit einzuplanen; ebenso wenn Durchbrüche nötig sind, zum Beispiel für neue Leitungen oder einen großen Warmwasserspeicher.

Wesentlich länger dauert es, wenn auch Heizkörper und Rohre getauscht werden. Die genaue Heizungstausch-Dauer hängt also vor allem davon ab, ob es sich um eine Kombination verschiedener Energieträger handelt und ob Vorarbeiten nötig sind.

Je länger die Dauer des Heizungstausches, desto wichtiger ist eine Lösung für die Zwischenzeit:

  • Überlegen Sie, ob Heizlüfter nötig sind, damit kein/e Bewohner*in friert. Viele Handwerker*innen können solche Geräte mitbringen.
  • Klären Sie, wie und wo Sie Warmwasser nutzen können – mit einem Wasserkocher oder bei den Nachbar*innen zum Beispiel.

 

6. Erfolg prüfen

Mit der Installation ist der Heizungstausch noch nicht ganz abgeschlossen – zumindest wenn Sie ein optimales Ergebnis erzielen wollen. Häufig sind noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen oder besser einzustellen. Einiges davon können Sie selbst erledigen (zum Beispiel Nachtabsenkung oder Wassertemperatur anpassen), anderes ist Sache des/der Handwerker*in.

  • Vereinbaren Sie zwei bis drei Termine mit dem/der Handwerker*in, um während der Heizsaison die Einstellungen zu optimieren.
  • Sammeln Sie regelmäßig Zählerstände. So können Sie prüfen, ob Sie wie erwartet einsparen. Falls nicht, sollten Sie mit Handwerker*in oder Energieberater*in sprechen.
  • Nutzen Sie Helfer fürs Sammeln und Auswerten wie das Energiesparkonto oder die App EnergieCheck. Klimabereinigung und Erinnerungen erleichtern das langfristige und regelmäßige Prüfen.

Fördermittel gibt es übrigens nicht nur für den Heizungstausch – auch für die Energieberatung und einen Sanierungsfahrplan sowie für den hydraulischen Abgleich gibt es Zuschüsse.

Zur Förderung für Heizungstausch – und Berlin-Bonus

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